1. „Ausgehend von dem Gedanken, dass ein Kunstwerk, welches autonom und authentisch

  2. ist, alle Teile seines Werdens in sich einschließt ( beginnend vom Auslösenden-Moment ,

  3. bis hin zu allen fehlenden Teilen und dem  Moment des Scheiterns ),  keinerlei Wort

  4. oder Erklärungsversuche bedarf, weil alles  unmittelbar, alles Notwendige vorhanden ist,

  5. so folgt daraus, dass die einzige adäquate Stellungnahme zur Kunst, welche man

  6. einnehmen kann, wieder ein Kunst-Stück ist, ein erneutes Werk, die einzige Antwort! „ MK




  7. Das Werk:  „Lyrischer Informell“


  8. Die Arbeiten im Grenzbereich von Malerei, Grafik und Objekt, sind Collagen aus

  9. Serigraphien und unterschiedlichsten Materialien.

  10. Ich erhalte mir im kompositorischen Arbeitsprozess mit den Materialien ein Höchstmaß an

  11. Freiheit und ermögliche bis zuletzt jegliche Art von „Décollage“ ( das Herausnehmen von

  12. Elementen ). Die Fixierung der Materialien in den Arbeiten erfolgt mit adäquaten Mitteln,

  13. fragile Elemente werden mit Nylonfaden vernäht.

  14. Dem entgegen stehen die Siebdrucke welche sich in der Kompositionen stärker

  15. verankern.

  16. Die Serigraphien sind entweder informelle Drucke ohne Siebschablone, oder

  17. die Siebdruckvorlagen entstehen in einem spontanen Malakt, bei dem die Siebschablone

  18. mittels einer Leim-Tuschezeichnung hergestellt wird; lebendiger Ausdruck der

  19. Modell / Künstler Beziehung.



  20. Die künstlerische Haltung:  Freie Komposition


  21. Es gibt in meiner Kunst keine Vorstellung in Bezug auf das fertige Werk.

  22. Allein der Wunsch nach stimmiger Komposition ist der Antrieb.

  23. Das wann und wie der eingebrachten Elemente und Materialien wird bestimmt von der

  24. „Inneren Notwendigkeit“ der jeweiligen Arbeit.

  25. Die Beweggründe, der spontanen Handlungen und Einfälle welche zur Bildfindung führen,

  26. werden dabei weder gedeutet noch gewertet.

  27. Macht sich der Künstler nicht zum Handlanger einer Absicht, so fließt das gesamte Sein

  28. unvermeidlich und automatisch in den Schaffensprozess mit ein.

  29. Aus dieser Absichtslosigkeit kann eine tiefere Bedeutung entstehen, sie entsteht aus der

  30. Abwesenheit einer vordergründigen, gemachten Bedeutung.

  31. Sie muss nicht zwangsläufig lesbar ein.





  32. Reisekarten

  33. Salzwassergetränkt

  34. Begleiten den Kapitän

  35. Auf seiner Fahrt

  36. In unbekannten Gewässern

  37. Nicht Äußerlichem folgend

  38. Ohne Kompass

  39. Ohne Stern

  40. Steigt aus den Abgründen

  41. Grünes Land





  42. „Auslösendes Moment“:  Die Landkarten


  43. Auf Schullandkarten mit Statistiken und Daten, genau markierten politischen Grenzen und

  44. bunten Flächen, die exakt die Größe von Weltreichen definieren, verschwindet Mensch

  45. und Menschlichkeit.

  46. Siebdruck und Material überwindet die „Grenze“, negiert die stilisierte Gestalt der Staaten

  47. und Reiche, wodurch die Karte zur künstlerischen Form findet,

  48. zu einer menschlichen Form.

  49. Die großen Figuren zerfallen, bestehen bleiben Formen, Farben, die Verwicklung der

  50. Selben und ihre Beziehung zueinander. Die Karten bekommen einen neue lyrischen

  51. Gehalt; Reisekarten für Dichter.



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